zum Shop Presse Presse zurück zum Anfang
Jeden Monat eine neue Leseprobe! Lesen Sie im Juli:
Fasten – Es kommt dar auf an, was hinten rauskommt

Cartoon von Erich RauschenbachIn allen Kulturen der Welt gibt es Techniken, um den Pfad der Erleuchtung abzukürzen: zu schweigen, zu beten oder hierzulande am beliebtesten: mit Hilfe des Körpers Wein in Wasser zu verwandeln. Aber auf Dauer ist der Pfad der Erleuchtung mit dem Zickzackkurs der alkoholischen Verwandlung nicht in Einklang zu bringen. Essen macht glücklich – aber angeblich auch das Nichtessen, das Fasten. Den Körper auszuhungern soll die Seele nähren. Wenn es nicht Passionszeit ist, die einem das Fasten nahelegt, ist es das drohende Frühjahr, wo einem die unchristlich knappen Sachen wieder passen sollen, die einem streng genommen schon das letzte Frühjahr nicht mehr gepasst haben.

Ich habe gefastet. Nicht so sehr um abzunehmen, als vielmehr um mal wieder meine übelsten Ernährungsgewohnheiten zu unterbrechen, ein Neustart für den Verdauungskanal, ein Reset für meine Fast-Food-vergrätzten Darmzotten. Am meisten aber interessierte mich: Was passiert dabei mental? Denn beim Fasten stellt das Hirn seinen Stoffwechsel auf eine andere Basis, und das soll einer seits den Hunger stillen, aber dank des Botenstoffs Serotonin andererseits für Hochgefühle, Glückseligkeit, ja sogar zur erlebten Einheit mit dem Universum führen.

Die rituelle Vorbereitung beim Fasten ähnelt der vor einer größeren Bauchoperation. Dafür hätte ich gerne zwischenzeitlich eine Krankenschwester dabeigehabt. Aber es musste auch so gehen, mit Glaubersalz. Ein orales Abführmittel, das die Passage der verbliebenen Nahrung erleichtern soll. Mein weiser Körper dachte dar über anders, merkte, dass er hier wertvolle Nahrungsbestandteile leichtfertig wieder hergeben sollte, die er schon mühevoll bearbeitet hatte, und entschied: Da trenne ich mich doch lieber wieder vom Glaubersalz.

... weiter geht's im Buch!

Dr. Eckart von Hirschhausen
Die Leber wächst mit ihren Aufgaben
und andere Erkenntnisse aus dem Reich der Medizin
192 Seiten mit Cartoons von Erich Rauschenbach
ISBN 978 3 499 62355 4, EUR 9,95 (D)
Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg
 
Pressekontakt: HERBERT Management
Fon: 069 - 955 07 340 · E-Mail:
NEU: ROWOHLT LANGENSCHEIDT STERN - GESUND LEBEN DIABETIKER RATGEBER PLAYBOY EMOTION JUNI 2007 EMOTION MÄRZ 2007 BRAINTERTAINMENT KICKER JULI 2006 GDI IMPULS Sommer 2006 TAGESSPIEGEL JULI 2006